„Haben gut lachen: Aktivrente bald ab 50.“
München, 1.4.2025. Bahnt sich da etwas an? Möglicherweise wollen CDU und SPD die Altersrente deutlich früher als bisher beginnen lassen, nämlich bereits ab dem 50. Lebensjahr. Um die finanziellen Folgen für die Gesetzliche Rentenversicherung adäquat abzufedern soll der Abschlag für jeden Monat des Rentenbeginns vor dem 67. Lebensjahr jedoch auf 0,5 % angehoben werden. So würde der Abschlag bei der Altersrente ab 63 dann 24 % statt bisher 14,4 % betragen. „In Einzelfällen kann dies aber dazu führen, dass gar keine Rente auszuzahlen ist, also ein Null-Rentenanspruch zum Tragen käme.“, so Rentenberater Norbert Loos aus München.
Der Abschlag kann grundsätzlich durch eine Ausgleichszahlung kompensiert werden. Diese jedoch, so Loos, könne bei einem 100%-igen Abschlag mit der heutigen Berechnungsmethode nicht ermittelt werden.
Allerdings kann dieser Null-Rentenanspruch durch die ebenfalls angedachte „Aktivrente“ aufgefangen werden, hört man aus Kreisen der CDU. „Arbeitet man bei einem Rentenbeginn ab 50 bis zum Lebensende weiter und reizt die steuerfreie Arbeitsanreizumkehrschwelle (AAUS) von 2.000 € aus, so hat man zumindest steuerfreie 2.000 € bis zum Lebensende.“, so ein Insider aus Kreisen der CDU und SPD. Der gesellschaftliche Mehrwert des lebenslangen Null-Rentenanspruchs und der lebenslangen Arbeitsleistung wäre dabei trotz der Steuerfreiheit nicht zu unterschätzen.
Grundsätzliche Bedenken äußerten bereits jetzt verschiedene Fiskalpolitiker. Diese befürchten steuerliche Einnahmeverluste, denen aber Ausgabeersparnisse der Deutschen Rentenversicherung gegenüber stehen würden.
Die Umsetzung soll nicht vor dem 1. April 2026 erfolgen.
Bildnachweis: Kurhan – fotolia.com #24879868
-
Neueste Beiträge
Kategorien